Alles nur Theater - Welche Rollen spielen Ihre Mitarbeitenden im Job
- Carlina Anderes

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

„Wenn Menschen im Job nur noch Rollen spielen, verliert das Team seine Entwicklungskraft“.
Wir kopieren, ahmen nach, wollen anderen zeigen, dass wir gut (genug) sind. Wir passen uns in Meetings, Workshops am Arbeitsplatz an. Dem Vorredner, der Sitzungsleiterin, der stärksten Person im Raum. Wir wollen gefallen und nur selten können wir es aushalten, die einzige Person im Raum zu sein, die eine andere Meinung vertritt. Wir scheuen Konflikte, machen lieber die Faust im Sack und sprechen hintenrum über Probleme als diese direkt anzusprechen. Wir sagen dem Chef „du bist toll“, der Kollegin „er ist inkompetent“. Wir führen Gespräche über Gespräche, alles ist gut und nur auf Umwegen erfährt man, dass es hakt. Man fühlt eine Disharmonie.
Das sind Beispiele, die ich in meiner Arbeit immer wieder angetroffen habe. Menschen, die Rollen einnehmen und sich dabei selbst anpassen, zurückstellen oder sogar spürbar verändern, um die Rolle in der Arbeit zu erfüllen. Doch ist das sinnvoll? Sind wir als Menschen nicht einzigartig und möchten dies zeigen? Was hilft es uns, wenn wir in einem Entscheidungsmeeting nur Ja-Sager haben, die alle dem Chef zusprechen? Wo bleibt die Entwicklung? Und was macht das mit einem?
Ein typisches Muster: Das Ja-Sager-Team
Stell dir folgende Situation vor: ein Team von Ja-Sagern.
Die Chefin ist gut ausgebildet, rhetorisch stark, hat einiges an Berufserfahrung vorzuweisen und einen klaren hierarchischen Führungsstil. Die direkt geführten Mitarbeitenden sind an sich starke Führungskräfte.
Doch im Plenum sind sie immer ruhig und finden alles gut, was die Chefin sagt. In der gängigen Managementliteratur kann man nachlesen, dass für ein gutes Team, verschiedene Typen benötigt werden. Aber in diesem Fall ist alles gleich – ein Einheitsbrei ohne Diskurs, ohne Austausch. Ohne kritisches Hinterfragen und damit auch ohne Weiterentwicklung.
Wenn Kommunikation nur noch im Plenum passiert
„anderes denken“ kommt hier zum Einsatz und hilft dem gesamten Team, die eigene Kultur wieder fliessender zu gestalten. Denn die Kommunikation innerhalb des Teams ist dürftig. Man spricht nur im Plenum, sonst hat man zu viel Arbeit. Es ist hierarchisch, kaum kritische Stimmen sind hörbar, obwohl dies explizit gewünscht ist. Unsicherheit?
Solche Meetings zeigen nicht nur Inhalte, sondern Muster. Und Muster verändern sich selten durch noch mehr Harmonie. Eher durch einen Satz, der ehrlich ist. Eine Frage die noch nicht gestellt wurde.
Frage an dich
Wenn du beim Lesen an dein Team denken musstest: Was ist bei euch „erwünscht“, aber trotzdem nie hörbar?
Wenn du willst, schreib mir kurz an carlina@anderes-denken.ch. Ein Satz reicht.










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